Psychotherapie

Psychotherapie allgemein ist die Behandlung seelischer Probleme mit Hilfe anerkannter psychotherapeutischer Verfahren. Hier gibt es unterschiedliche Therapieformen. Unter anderem tiefenpsychologisch fundierte Verfahren, die Psychoanalyse oder die Verhaltenstherapie. Alle drei Therapieformen arbeiten mit dem gesprochenem Wort, die Veränderung erfolgt also mit Hilfe von Gesprächen. In der Verhaltenstherapie werden die Gespräche ergänzt durch psychologische Methoden, wie etwa Rollenspiele, Verhaltensübungen, Vorstellungsübungen (mentales Training) und Entspannungsverfahren.

Vorteile der Psychotherapie in einer Privatpraxis

Im Gegensatz zu den oft langen Wartezeiten bei kassenärztlich zugelassenen Psychologischen Psychotherapeuten bietet Ihnen eine Therapie in einer Privatpraxis:

  • Meist einen sofortigen Beginn der Therapie
  • Volle Anonymität Ihres Anliegens (d.h. keine Vermerke in Ihrer Krankenkassenakte)
  • Die freie Wahl des Therapeuten Ihres Vertrauens
  • Wohnortnähe

Folgende Psychische Störungen werden in der Praxis behandelt:

  • Depressionen (außer Manien)
  • Angststörungen
    • Phobien (Ängste vor speziellen Situationen, Dingen oder Tieren)
    • Soziale Ängste
    • Panikattacken
  • Belastungsstörungen, Anpassungsstörungen
    • Psychische Probleme aufgrund von Trennungen, Erkrankungen oder deren Behandlung sowie anderen Belastungen
  • Zwangsstörungen
  • Burnout- oder Boreout-Syndrom
  • Mobbing-/ Stalkingerfahrungen
  • Somatoforme Störungen/ Chronische Schmerzen
    • Belastungen aufgrund von körperlichen Symptomen ohne medizinischen Befund
    • Krankheitsängste
    • Körperliche Reaktionen auf Stress und Belastungen
  • Schlafstörungen
  • Persönlichkeitsstörungen

Psychotherapieangebote

Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie entstand aus der behavioralen Lerntheorie. Der Grundgedanke ist der, dass (problematisches) Verhalten in der Vergangenheit erlernt wurde und demnach auch wieder „verlernt“ werden kann. In dem neue, angemessenere Verhaltensmuster erlernt werden.

Seitdem wurde die Verhaltenstherapie weiterentwickelt und kognitive Elemente integriert. Der Fokus der Therapie geht heutzutage über reines Verhalten hinaus, es werden nun stärker das Erleben, die Gedanken und sie Gefühle der Patienten einbezogen.

Typische Elemente der genauen Diagnostik und Klärung des Problems sind bei einer Verhaltenstherapie z.B. Problem- und Bedingungsanalysen. Die Therapie ist immer ziel- und lösungsorientiert.

Häufig werden Verhaltensübungen eingesetzt, die sowohl offen (in der Sitzung oder als Aufgaben) oder auch verdeckt, d.h. nur in der Vorstellung der Patienten durchgeführt werden können. Klassische therapeutische Methoden der Verhaltenstherapie sind Konfrontation mit beispielsweise angstauslösenden Reizen (z.B. Exposition, systematische Desensibilisierung), Verstärkung („Belohnung“) von erwünschten und Löschung („Nichtbeachtung“) unerwünschten Verhaltens.

Die Ziele in der Verhaltenstherapie sind z.B.:

  • Sie lernen zu verstehen, weshalb Sie sich in einer Krise befinden bzw. im Augenblick ein Problem haben
  • Sie erarbeiten zusammen mit dem Therapeuten Strategien, wie Sie Ihr Problem lösen können
  • Sie erhalten ganz konkrete Aufgaben, die Sie außerhalb der Therapie durchführen, um neues Verhalten zu trainieren
  • Sie erlernen sich besser zu entspannen, eignen sich neue Einstellungen und Verhaltensmuster an
  • Sie erwerben wirksame Strategien, wie Sie sich nach Ende der Therapie selbst helfen können

So können Sie im Rahmen der Therapie neue Einstellungen und Verhaltensweisen erlernen, um z.B. Ängste zu überwinden oder Ihr Selbstvertrauen zu stärken. Methoden wie Angstbewältigungsstrategien, Rollenspiele, Selbstsicherheitstraining, Entspannungs- und Visualisierungstechniken werden eingesetzt.

Schmerzpsychotherapie

In den letzten Jahren habe ich mich, unter anderem durch meine Tätigkeit in einer Rehabilitationsklinik, auch auf den Bereich der Schmerzpsychotherapie spezialisiert.

Die Schmerzpsychotherapie versucht negative Gedanken- und Verhaltensmuster im Umgang mit Stressoren und den chronischen Schmerzen aufzuspüren und diese in enger Abstimmung mit Ihnen und in kleinen Schritten zu verändern. Auf diesem Weg wird versucht, aus den verschiedenen Teufelskreisläufen zwischen Stress, Schmerz, verstärktem Stress und verstärkten Schmerzen wieder herauszukommen.

Das Erkennen negativer automatischer Gedanken und Verhaltensweisen erfolgt im Rahmen von Situationsanalysen. Es wird nach alternativen Handlungsmöglichkeiten oder Denkweisen geschaut, um diese oder ähnliche Situationen zu bewältigen, bzw. die Handlungsmöglichkeiten zu erweitern.

Im Laufe einer oder mehrerer Situationsanalysen werden typische Gewohnheiten (Verhaltensmuster) gedanklicher und verhaltensmäßiger Stress- oder Schmerzbewältigung erkannt, die dem Patienten entweder nicht bewusst sind, oder die grundsätzlich bewusst sind, die er dennoch aufgrund des gewohnheitsmäßigen Ablaufs nicht ohne Weiteres ändern kann. Gemeinsam werden Therapeut und Patient in einem zweiten Schritt Änderungsziele vereinbaren.

Kurzzeittherapie

Kurzzeittherapien dauern nicht länger als 15 Sitzungen. Sie sind dann angebracht und sinnvoll, wenn akut seelische Probleme auftreten, die dann oftmals auf schwer zu bewältigende Lebenssituationen zurückgeführt werden können. Hierbei spricht man auch von einer Krisenintervention mit eingrenzbarer Konfliktproblematik.

Beispiele sind, z.B. Verlust eines nahen Angehörigen oder plötzliche Ängsten aufgrund geänderter Lebensverhältnisse. Die Symptome werden akute Belastungsreaktionen genannt, in denen Menschen, die ansonsten keine auffallenden psychischen Schwierigkeiten haben, plötzlich seelisch überfordert sind.

15 Sitzungen sind dann häufig ausreichend, um die aufgetretenen Schwierigkeiten therapeutisch zu bearbeiten, so dass eine Stabilisierung erreicht werden kann. Kurzzeittherapien können grundsätzlich auch in eine Langzeittherapie (48 Sitzungen und mehr) übergehen, dies kann zu Beginn einer Behandlung meist noch nicht beurteilt werden.

Übergangstherapie

Übergangstherapie ist an sich kein Fachbegriff.  Mit diesem Angebot meiner Praxis kann man die lange Wartezeit  bis zum Beginn einer von der gesetzlichen Krankenkasse finanzierten Psychotherapie überbrücken. So können Sie sofort beginnen und später einen anderen Therapeuten wählen.

Benötige Sie eine Psychotherapie?

Wenn man eine Psychotherapie macht, ist dies ein Hinweis darauf, dass man Probleme erkennt, sich um sich kümmert und daran arbeiten will, sie zu überwinden.

Sie können bei folgenden Problemen einen Psychotherapeuten aufsuchen:

  • Wenn Sie nicht in der Lage sind, Ihre Alltagspflichten zu erfüllen
  • Wenn Sie schon selbst versucht haben, sich zu helfen, aber jetzt keinen Rat mehr wissen
  • Wenn Sie sehr leiden
  • Wenn Sie an Selbstmord denken
  • Wenn Sie mehr als 2 Wochen unter Ängsten oder Depressionen leiden
  • Wenn Sie unter Schmerzen, Schlafstörungen, Schwindel, Herzrhythmusstörungen anderen körperlichen Beschwerden leiden und der Arzt keine körperliche Ursache feststellen kann

Ablauf der Therapie

Der therapeutische Prozess lässt sich formal in vier Abschnitte teilen: Ein Erstgespräch, die Diagnostik (Probatorik), die Behandlung (Therapie) und den Abschluss der Therapie.

Das Erstgespräch dient einem erstem groben Überblick über die Problematik und der Einschätzung, ob eine Psychotherapie notwendig und sinnvoll ist und ob ich glaube, Sie gut unterstützen zu können.

In den nächsten Sitzungen werden wir uns gemeinsam ein erstes Bild von der Entstehungsgeschichte Ihrer Probleme, den Bedingungen ihres Auftretens und einer möglichen Behandlungsstrategie machen. Erst nach dieser ausführlichen Diagnostik und einem abschließenden Rückmeldegespräch, wird mit der Therapie begonnen. Dauer der Therapie und Anzahl der Therapiesitzungen hängen von der jeweiligen Situation ab. In der Regel ist mit einer Therapiestunde (50 Minuten) pro Woche zu rechnen. Dabei kann es sein, dass zu Beginn der Therapie oder bei Krisen die Abstände zwischen den Sitzungen geringer sind, zum Therapieende hin deutlich länger werden („Ausschleichen“).

Die Leistungen werden für die Ortschaften Königs Wusterhausen, Mittenwalde, Zeesen, Zernsdorf, Neue Mühle, Bestensee, Wildau, Eichwalde, Schulzendorf, Erkner, Waltersdorf, Niederlehme, Kiekebusch, Gosen-Neu Zittau, Wernsdorf, Rangsdorf, Heidesee, Friedersdorf, Blankenfelde-Mahlow, Großziethen, Spreenhagen und Berlin Grünau, Berlin Schönefeld, Berlin Bohnsdorf, Berlin Altglienicke, Berlin Adlershof, Berlin Köpenick und Berlin Müggelheim, also den umliegenden Gemeinden und Ortschaften angeboten.

Informationen über die Konditionen, Abrechnungsmodalitäten und Finanzierung finden Sie hier.